Bonner-Box-Club

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Bonner nehmen gleichzeitig teil

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Bonner nehmen gleichzeitig teil beim Dom-Pokal, den MABV Meisterschaften der Elite und einem Turnier mit Bayer 04 Leverkusen in Landshut.
Für die Bonner Boxer war am Samstag ein sehr stressiger Tag, weil sie bei drei verschiedenen Veranstaltungen boxen mussten: Als erstes beim Dom–Pokal, anschließend bei den MABV Meisterschaften der Männer und eine Gruppe schließlich noch mit einer Gruppe von Bayer 04 Lev. Eine solch enorme Belastung ist einfach zu viel für die Kämpfer und man fragt sich, wer dafür verantwortlich ist? Das liegt zum einen daran, dass die Verantwortlichen Festgesetze Termine einfach über Nacht ändern, zum anderen an schlechter Koordination zwischen den Vereinen.

So wurde die MABV Meisterschaft kurzerhand um zwei Wochen vorverlegt, was enorme Probleme für die teilnehmende Athleten bedeutete. Sie mussten auf ihr Wettkampftraining verzichten, hatten keine Zeit ihr Kampfgewicht zu stabilisieren oder ihren Gesundheitszustand zu überprüfen. So gab es viele Ausfälle und Schwierigkeiten mit dem passenden Kampfgewicht. Das bekam auch der BBC zu spüren.

Markus Liver bekam kein Einverständnis von seinem Arzt um boxen zu können, aufgrund seiner alten Verletzung. Isaac Maganga hatte noch nicht sein normales Gewicht erreicht, so dass er eine 1/2 Stunde vor seinem Kampf 700g mehr auf die Waage brachte. Trotz seinen Bemühungen das Gewicht weiter zu reduzieren, war er nach 20-minütigem Training immer noch 200g zu schwer. Damit war der Kampf schon an der Waage entschieden, aber noch viel schlimmer für uns war, dass der Sportwart ihn aus unerklärlichen Gründen noch nicht einmal gegen Yasin Ogul vom SC Colonia antreten ließ. Normalerweise sollte ein Athlet in solchen Fällen immer boxen dürfen, zumal sein Gegner schon so gut wie weiter ist.

Stattdessen nahm der Sportwart eine ungleiche Paarung vor. Anstelle von Maganga trat ein Boxer aus Hückelhoven mit nur drei Kämpfen Erfahrung gegen den erfahrenen Liga-Boxer und einem der besten Boxer des MABV, Yasin Ogul, an.

So endete der Kampf bereits in Runde 2 durch RSC, bzw. besser gesagt mit einem K.O. zugunsten Yasin Oguls vom SCColonia. Hierzu muss gesagt werden, dass in § 16 Abs. 1 WB des DBV zu den Leistungsklassen geschrieben steht, dass ein Kämpfer mit weniger als sieben Siegen noch zu den Anfängern zählt. Die Frage ist daher: Wie kann es sein, dass Herr Zimmermann einen Anfänger gegen einen Fortgeschrittenen boxen lässt? Und wer übernimmt die Verantwortung, wenn etwas passiert? Dieser klare Verstoß gegen die Wettkampfbestimmungen des DVB ist für mich völlig unverständlich und unverantwortlich!

Der weitere Verlauf des Turniers verlief auch ungünstig für die BBC. Der Gegner von Elvis Dakaj von FK Kalk war plötzlich erkrankt und fiel aus, so dass nur noch ein Hakim Jarrara im Wettbewerb war. Er boxte gegen Algan Oguz vom Boxring Wesseling. Wie so oft startete Hakim etwas träge in den Kampf, was dazu führte, dass die 1. Runde an Algan ging. Ab Mitte der 2. Runde zeigte Hakim dann aber seine ganze Erfahrung und schlug seine Kombinationen, die ihm schließlich den Sieg brachten. Trotzdem ein Lob an Algan, der ihm alles abverlangte und den Kampf am Ende zu einer Zitterpartie machte.

Immerhin ein halbwegs erfolgreicher Start, weil zwei von drei Athleten des BBC jetzt im Halbfinale des MABV-Tunier stehen. Schade, dass der BBC nicht das Halbfinale und das Finale ausrichten darf, trotz größter Bemühungen und einem Angebot von 1500€ an den MABV. So können wir in unserem Jubiläumsjahr „80 Jahre BBC“ nicht unsere besten Athlete zeigen, wie Sergej Hodic, der mehrfache Teilnehmer der DM Männer, Jarrara Hakim, Patrick Wollenweber, Elvis Dakaj, Markus Liver, Isaac Maganga, Johannes Autenrieb oder Daniel Beck. Nach meiner Auffassung sollte der MABV die Vereine und den Nachwuchs unterstützen und fördern, anstatt wie ein Wirtschaftsunternehmen zu handeln und dabei nur an Gewinne zu denken.

Was den Dom-Pokal betrifft ist zu sagen, dass er kein Erfolg für uns war. Von den drei eingesetzten Boxer gewann nur einer. Als erster stieg Robert Miha in den Ring gegen den jungen Bergisch-Gladbacher Boxer Göllner. Robert boxte sehr klug und diszipliniert und gewann seinen Kampf ohne Probleme. Im zweiten Kampf trat Daniel Beck gegen Jansen vom FK Kalk an. Trotz großer Bemühungen gelang es ihm nicht den Kampf zu gewinnen, weil es ihm nicht gelang aus richtigen Entfernung an Kopf seines großen Gegners dran zukommen.

Ilarion Panzihin zeigte in seinem ersten Kampf eine hervorragende Leistung gegen den ein Jahr älteren Gegner vom SC Colonia. Leider reichte es nicht für einen Sieg, aber nach meiner Einschätzung hätte er mindestens ein unentschieden verdient. So ging ein langer Tag zuende, an dem wir von 13h bis 22h in Köln unterwegs waren. Alle Achtung vor den Jungs, die diese ganzen Anstrengungen auf sich nehmen und viel Verständnis für den Boxsport zeigen.

Trainer und Sportwart

Lajco Djurica

 

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